„Mahd“ auf der Alten Donau

 

Mähbootfahrer sind Tag für Tag bei allen Wetterbedingungen unterwegs. Rückschau und Resümee der Kapitäne mit den schwimmenden Panzern auf einen langen, heißen Sommer.

 

 

Damit die Makrophyten nicht überhandnehmen werden Mäharbeiten an der Alten Donau immer wichtiger. Dieses Jahr wurden Amphibienfahrzeuge eingesetzt, von denen einige mähen, während andere die abgeschnittenen Pflanzen aufsammeln.

 

 

„Panzer“ und „Drohnen“

 

„Panzer“, so werden diese Boote von den MitarbeiterInnen der MA 45 – Wiener Gewässer liebevoll genannt, denn nicht nur ihr Aussehen sondern auch ihr Startgeräusch sind Panzern sehr ähnlich. Damit die Fahrzeuge in die Alte Donau hinein bzw. aus ihr heraus fahren können brauchen sie Ketten an ihren Rädern wie echte Panzer. Sie würden sonst vom Ufer abrutschen und ihren Steuermann gefährden.

 

Pünktlich um sechs Uhr werden sie auf ihren Lagerplätzen gestartet. Nach der Reihe tauchen sie ins Wasser und fahren zu jenen Stellen, die von Unterwasserpflanzen besonders stark betroffen sind. Dazu wurde die Alte Donau , von einer Hi-Tech Drohne (ausgestattet mit Kamera und GPS) regelmäßig von oben fotografiert. Das erspart nicht nur Zeit, sondern auch Kosten, wenn die Mähbootfahrer rasch an den richtigen Stellen mähen.

 

 

Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang

 

Dienstschluss war meist um 18 Uhr, oft wurde aber bis in den Sonnenuntergang gearbeitet. Um die Besatzung zu schonen und das Arbeitszeitgesetz einzuhalten wurde in zwei Schichten gefahren. Und Schichtarbeit war leider nötig - bei gutem und bei schlechtem Wetter, um nicht in Verzug zu kommen. Die Personalvertretung stellte sicher, dass das Arbeitszeitgesetz eingehalten wurde, die notwendige Persönliche Schutzausrüstung vorhanden war und die Umkleidecontainer für die Bediensteten gut ausgestattet waren.

 

 

 

Nicht immer die besten Wetterbedingungen …

 

Die ersten Mäharbeiten starteten im April bei Wind und Wetter. Im Hochsommer hatte es dann bis zu 50 Grad auf den Booten, da das Wasser die Sonne reflektiert.

 

Jetzt ist es auf der Alten Donau wieder ruhig geworden. Die „Panzer“ werden in ihren „Häfen“ (Lagerplatz) serviciert und die „Kapitäne“ haben ihre Saisonarbeit beendet.

 

Aber die Mäharbeiten auf der Alten Donau werden mehr werden – denn Makrophyten profitieren vom voranschreitenden Klimawandel. Darum fordert die Personalvertretung eine Festanstellung der „Kapitäne“ auf Zeit.

 

 

„Bei mehr Arbeit, mehr Eigenpersonal und mehr Fairness für die KollegInnen der MA 45!“

 

 

 

michael.takats@wien.gv.at